Trump verhandelt, die Europäer schauen zu: Die Reaktionen auf die US-Friedensinitiative zeigen, warum die EU besser nicht mitverhandelt. November 2025
Wortreich versuchen Europas Politiker zu bemänteln, dass sie bei einer der wichtigsten weltpolitischen Entscheidungen außen vor bleiben: einem Plan für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Vielleicht gut, dass Donald Trump die Europäer nicht eingeweiht hat. Sie hätten die Initiative wohl gleich wieder abgeschossen.

Trump verhandelt, die Europäer schauen zu. Johann Wadephul Donald Trump Kaja Kallas
In der Ukraine sind diese Rollen klar verteilt. Kiew und seine Konsorten können das Blutbad vielleicht verlängern. Am Ergebnis ändert es nichts:
Moskau hat gewonnen.
Den Europäern fällt es schwer, dies einzugestehen. Trump tut sich leichter. Es war von Anfang an nicht sein Krieg.
Wortreich versuchen Europas Politiker zu bemänteln, dass sie bei einer der wichtigsten weltpolitischen Entscheidungen außen vor bleiben: Einem Plan für ein Ende des Krieges in der Ukraine.
Warum man europäische Politiker lieber umgeht, hat Kaja Kallas, die Außenbeauftragte der EU, eindrucksvoll demonstriert. Sie mahnte, dass es einen Aggressor – Russland – und ein Opfer – die Ukraine – gebe und man den Aggressor nicht «belohnen» dürfe.
Das klingt gut im milden Dämmerschein eines Waldorf-Stuhlkreises, aber nicht im grellen Licht der Realität. Hier haben Kriege einen Sieger und einen Verlierer.
Hier der Original-Beitrag von „DIE WELTWOCHE„
