Kaffee, mein Genuss- und Schlafmittel.

Diese Abhandlung dürfte so um 2012 entstanden sein. Zum Kaffee, besser zum Kaffee trinken, bildete sich bei mir ein ganz besonderes Verhältnis heraus.

Meinen ersten Kaffee bekam ich von meiner Tante Emma. Da dürfte ich so um die 14 Jahre jung gewesen sein. Es war eine Überwindung für mich den Kaffee zu trinken. Um das Kaffeetrinken einigermaßen erträglich zu machen kam Kondensmilch und viel Zucker hinein.

Mein Kaffeedrama erlebte ich mit 27 Jahren bei einem Kunden von mir, der Fa. SIEMENS-Medizintechnik (Röntgengerätebau) in Erlangen, damals noch in der Henkestr. 127 ansässig. Nach dem Besuch in der Lackiererei, wo ich einen Kaffee bekam, ging ich zum Einkauf. Der zuständige Einkäufer kam und begrüße mich. Ich erwiderte den Gruß und sagte, dass ich nicht mit ihm reden kann, weil ich einen Kopf – wie einen Fußball – mit NICHTS drin habe. Mir wurde daraufhin angeboten den Werksarzt zu holen. Das Angebot nahm ich nicht an, sondern machte einen späteren Gesprächstermin aus. Dann äußerte ich gegenüber dem Einkäufer den Verdacht, dass mein Zustand wahrscheinlich auf die Tasse Kaffee in der Lackiererei zurückzuführen sei. Deshalb genoss ich Kaffee seit dieser Zeit sehr vorsichtig. In den nächsten 20 Jahren trank ich übers ganze Jahr verteilt jeweils ca. 1 Tasse Kaffee.

Ich liebte wohl den Kaffee, nur nach mehr als einem Schluck Kaffee wurde mir sofort blümerant (flau) und heiß. Deshalb ließ ich es bei einem Schluck Kaffee und beim Durchwandern der Kaffee-Läden Tschibo und Edusche, um den Kaffee-Duft zu genießen.

Amalgam im Mund entfernt

Mit 45 Jahren hatte ich ein Zwiegespräch mit meinem Zahnarzt in Altenstadt na der Waldnaab (Uli Kraemer, mittlerweile nach Chile ausgewandert) zu den Amalgamplomben im Mund. Es waren sehr viele. Ich entschied mich alle Plomben entfernen zu lassen. Das dauerte von April bis November. Den nun beginnenden Winter nahm ich kaum wahr. Ich lief damals bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit dem T-Shirt in der Innenstadt von Weiden/Opf. rum und fror nicht. Und – ich konnte endlich ohne unangenehme Nebenwirkungen Kaffee trinken! Ich führte das auf das Entfernen des Amalgams zurück. Hinweis: Amalgam ist eine Natrium-Quecksilber-Legierung. Quecksilber ist ein sehr giftiges Element. Scheinbar bin ich über Jahrzehnte durch dieses Quecksilber geschädigt worden. Auch meine Allergien, so habe ich den Verdacht, die dürften von der Quecksilbervergiftung herrühren.

Nun konnte ich fast täglich Kaffee trinken. Was mich ärgerte war, dass ich nach dem Kaffeegenuss immer müde wurde. Nach weiteren 5 Jahren Kaffeetrinken kaufte ich mir per Zufall einen Melitta-Kaffee. Dieser Kaffee hatte einen hohem Robusta-Kaffeebohnenanteil. (Sonst werden überwiegend Arabica-Bohnen verwendet) Dieser Robusta-Kaffee, der machte mich hellwach. Vor allem, wenn ich den Robusta-Kaffee nach 16°° trank. Dann war manchmal die Nacht sehr kurz.

Also trank ich ab dem Zeitpunkt – wenn ich mir meinen Kaffee selber zubereitete – Robusta-Kaffee.

Das Robusta-Kaffeetrinken, das durfte nur max. 10 Tage nacheinander sein. Wenn ich danach nicht 2-3 Tage kaffeefreie Tage einlegte, dann passierte dasselbe, wie zuvor beim sonstigen Kaffee trinken über längere Zeit – ich wurde müde – den gesamten Tag.

Wenn ich dann wieder das Kaffeetrinken anfing, und dann noch nach 16°° den Robusta-Kaffee trank, dann schlief ich frühestens gegen 4°° ein.

Heute ist so ein kaffeefreier Tag. Noch vor 5 Tagen trank ich mal wieder – nach einer 2-tägigen Kaffee-Abstinenz – den Robusta-Kaffee Lavazza-Espresso ROSSA, (60 % Arabica, 40 % Robusta), selbst zubereitet. Erst um 5°° am nächsten Tag wurde ich dann müde und ging ins Bett – für 4 Stunden. Wenn ich auswärts Espresso trinke bevorzuge ich Lavazza oder Segafredo.

Übrigens: Zucker im Kaffee, das gibt es bei mir seit 10 Jahren nicht mehr. Die Kondensmilch wurde durch Sahne ersetzt. Zu 98% trinke ich seit 1/2 Jahr den Kaffee schwarz. Am liebsten ist mir die österreichische Kaffeekultur. Dort bevorzuge ich den großen Schwarzen, oder den großen Braunen.


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