Mehr mit dem Coronavirus Infizierte in Ischgl als gedacht.

Diese Meldung ist aus Merkur.de vom 27.06.2020 und betrifft Ischgl.

Veröffentlicht von Ulrich H. Rose am 27.06.2020. Kommentare von mir in blau.

Mehr Infizierte als gedacht.

Extreme Zahlen aus Ischgl: Corona verbreitete sich rasend

Experte warnt vor fatalem Trugschluss für Deutschland

Von Jennifer Lanzinger und Andreas Schmid

Das Coronavirus breitete sich zu Beginn der Pandemie in Ischgl aus, nun überrascht eine Antikörper-Studie aus Österreich. Doch es gibt auch Kritik.

Ischgl gilt als einer der Coronavirus-Brennpunkte in Europa.

Nun beweist eine Antikörper-Studie, dass sich offenbar noch mehr Menschen infizierten, als gedacht.

Das Ergebnis ist mehr als überraschend – steht aber prompt in der Kritik.

Update vom 27. Juni, 10.27 Uhr: Eine Studie aus Ischgl überrascht mit ihrem Ergebnis. Demnach wurden bei 42,4 Prozent der Bewohner Ischgls Antikörper gegen das Coronavirus festgestellt. 85 Prozent der Betroffenen hätten die Krankheit unbemerkt überstanden.

Eine Erkenntnis könnte sein, dass die Dunkelziffer* der Coronavirus-Infektionen sehr viel höher ist, als bisher angenommen. Corona-Forscher Friedemann Weber, Direktor des Instituts für Virologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, hält diese Verallgemeinerung?? der Ischgl-Studie jedoch für fatal. Das berichtet Focus.de.

Dazu die Tagesmeldung vom 12.06.2020 aus „Aktuelles ab dem 08.05.2020“ eingefügt:

Pressemeldung: Das Robert Koch-Institut hat am gestrigen Donnerstag 555 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland gemeldet. Das RKI schätzt die Gefahr durch das Coronavirus in Deutschland weiterhin als „hoch“ ein.

Im österreichischen Ischgl sei der Coronavirus-Ausbruch ein besonderer gewesen, den man nicht leicht auf andere Länder übertragen könne, so der Experte (Weber). „Die Fälle dort gehen vorrangig auf ein oder zwei Bars zurück. Dort wurde getrunken, geschrien, dicht aufeinander gehockt, schlecht gelüftet. Das hat zu den hohen Infektionszahlen in der Bevölkerung geführt. Wer davon nun aber wirklich asymptomatisch, also über die gesamte Dauer der Infektion hinweg ohne Symptome geblieben ist, oder wer nur präsymptomatisch war, also zum Zeitpunkt während der Befragung bloß noch keine Symptome hatte, ist schwer nachzuvollziehen“, kritisiert Weber im Focus. Der Krankheitsverlauf und der damit oft einhergehende Verlust des Geschmackssinns, würde von Patienten sehr unterschiedlich wahrgenommen.

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Zahlen zur Studie in Ischgl:

Rund 80 Prozent der Ischgler Bevölkerung nahmen an der Studie teil. 1473 Probanden waren zwischen 21. und 27. April untersucht worden.



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