Warum hat ein Mensch mit so viel Geld solche Angst? Ein Bericht vom US-Journalisten Evan Osnos vom März 2026.

Artikel von Marc von Lüpke (Interview für t-online)

Die Weltpolitik ist brandgefährlich, die Ultrareichen mehren gleichwohl ihren Reichtum. US-Journalist Evan Osnos hat sich auf Spurensuche in den Kosmos der Reichsten begeben – und spricht eine Warnung in Zeiten eines Donald Trump aus.

Evan Osnos, geboren 1976, ist amerikanischer Journalist, Autor und seit 2008 „Staff Writer“ des US-Magazins „The New Yorker“. Für seine journalistische Arbeit wurde Osnos zwei Mal mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, mit seinem Buch „Große Ambitionen. Chinas grenzenloser Traum“ gewann er den National Book Award. Kürzlich erschien Osnos‘ Buch „Yacht oder nicht Yacht. Nachrichten aus der Welt der Ultrareichen“ im Verlag C. H. Beck.


Die Welt ist in der Krise, doch das Vermögen der Reichen wächst und wächst. Das eindringlichste Symbol dafür schwimmt auf dem Wasser: Yachten werden immer größer, an Bord herrscht unvorstellbarer Luxus. US-Journalist Evan Osnos ist in den Kosmos der Ultrareichen vorgestoßen – dort hat er erforscht, welche Regeln in dieser Welt herrschen und was manche Tech-Milliardäre wie Elon Musk mit Donald Trump verbindet.

Was treibt die Ultrareichen dieser Welt an? Warum können ihre Yachten gar nicht groß genug sein? Wie funktioniert die Methode Trump? Und welcher Luxus bleibt bislang selbst den Reichsten dieser Welt verwehrt? Diese Fragen beantwortet Pulitzerpreisträger Evan Osnos, Autor des Buches „Yacht oder nicht Yacht“ im Gespräch.

Evan Osnos: Nun, man kann sich ganz sicher Vergnügen kaufen. Es gibt dieses unbestreitbare Gefühl der Befriedigung, das sich beim Kauf von etwas Neuem einstellt. Aber so einfach ist es nicht, denn Zufriedenheit ist nur ein vorübergehender Zustand. Es gibt dieses psychologische Phänomen der „hedonistischen Tretmühle“, in der wir uns zeit unseres Lebens plagen.

Das beschreibt es ziemlich gut. Unsere Biologie lässt uns schnell das Interesse an Dingen verlieren, die wir schon besitzen. Plötzlich wollen wir mehr: Es ist eine Art Rausch, eine Art Trunkenheit.

Darin besteht tatsächlich eine wesentliche Motivation. Auch der Konkurrenzdruck und das Statusdenken spielen eine Rolle. Wer in dieser Welt will denn bitte die kleinere Yacht haben? Ganz sicher niemand, der sich auch eine größere leisten kann.

Nehmen wir den Eigentümer einer riesigen Yacht, der gerne andere Reiche zur Übernachtung auf diese Yacht einlädt. Morgens beim Frühstück lässt er dann zu wenige Zeitungsexemplare auslegen. Was dann passiert, ist für diesen Mann so etwas wie Unterhaltung: Wer ergattert eine Zeitung? Und wer zieht den Kürzeren? Aber es gab auch beunruhigende Einblicke.

Ich habe von einer Unterhaltung einiger reicher Männer erfahren, die darüber sinnierten, was beim drohenden Ende Amerikas zu tun wäre. Die naheliegende Lösung besteht darin, in die Privatflieger zu steigen und sich in Sicherheit zu bringen. Damit fingen die Probleme aber erst an: Was ist, wenn der Pilot uns nicht mitnehmen will? Was, wenn er uns angreift? Solche Fragen trieben diese Leute um. Der Gedankengang ist auf gewisse Weise nachvollziehbar, aber diese seltsame strategische Kalkulation ließ mich erkennen, dass diese Reichen bereits in einer ganz anderen Dimension über die Zukunft nachdenken, als es die meisten anderen Menschen tun.

Dafür ist sie gut geeignet – aber auch eine Yacht braucht eine Crew. Für Ultrareiche ist die Yacht in so mancherlei Hinsicht wichtig. Ein CEO aus dem Silicon Valley erklärte mir, dass eine Yacht – in seinen Worten – der beste Weg sei, „das überschüssige Kapital zu absorbieren“. Dieses Problem mancher Ultrareicher, überschüssiges Kapital irgendwie unterbringen zu müssen, ist überaus spezifisch für unsere Zeit. Denn für die meisten Menschen stellt sich das Problem des Überschusskapitals überhaupt nicht. Eher gilt das Gegenteil. Damit offenbart sich das Grundproblem unserer Zeit – und das ist diese enorme Kluft zwischen Arm und Reich.

Der Vergleich unserer Gegenwart mit dem Römischen Reich ist durchaus naheliegend. Es ist doch frappierend, wenn ein römischer Senator rund 120.000 Goldstücke pro Jahr verdiente, während ein durchschnittlicher Bauer mit etwa fünf Goldstücken im gleichen Zeitraum auskommen musste. Dem Historiker Ramsay MacMullen nach lässt sich der Grund für den Untergang Roms in drei Worten zusammenfassen: „fewer have more“, immer weniger haben immer mehr. Das sollte uns eine deutliche Warnung sein.

Als ich 2013 nach einem Jahrzehnt im Ausland zurück in die Vereinigten Staaten kam, hatte ich das Gefühl, dass sich mein Land veränderte. Den schlagenden Beweis dafür haben wir in Form von Donald Trump. Aber schon vor seiner ersten Amtszeit war ziemlich klar, dass sich Regionen innerhalb der USA extrem unterschiedlich entwickelten. Ich stamme aus Greenwich, einer sehr wohlhabenden Stadt, die Richtung Zukunft strebt. Andere Orte, in denen ich gelebt habe, fühlten sich wie in der Vergangenheit gefangen an. Mir ging es darum, den Grund für diese unterschiedliche Entwicklung herauszufinden. Also fing ich an zu graben.

Ja, ich habe den Kern des Problems gefunden: Geld. Die eklatante Ungleichheit des Geldes ist Amerikas größtes Problem heute, weil sie jede andere Herausforderung verschärft. Nun musste ich als Journalist einen Weg suchen, diese Problematik verständlich zu machen. Ein Artikel über Vermögensungleichheit ist zu abstrakt, aber wenn ich das ganze Problem an einem Beispiel verdeutliche, wird es plötzlich klar.

In ihnen spiegelt sich exorbitanter Reichtum, die Gigayacht ist das teuerste Objekt, das unsere Spezies zu besitzen versteht.

Tatsächlich haben mir viele Leute eine Absage erteilt, sie wollten nicht mit mir reden. Da ich aber in der Vergangenheit bereits über Technologie und Finanzen berichtet hatte, konnte ich ein paar Anrufe machen: Ich sagte diesen Menschen, dass ich nicht an einer dieser üblichen Nachrichtengeschichten interessiert sei, sondern mit ihnen über mit Lebensstil und Philosophie sprechen wolle. Das fanden einige faszinierend, sie wollten darüber reden. Denn normalerweise sprechen sie nicht über solche Dinge.

Tatsächlich waren diese Menschen überraschend ehrlich, denn in manchen Fällen sind sie stolz auf das, was sie aufgebaut haben. Deshalb weicht ihre Selbstwahrnehmung bisweilen von der öffentlichen Wahrnehmung über sie ab. Ich erinnere mich an einen Mann, dessen Job darin besteht, seinen gut betuchten Kunden Steuern zu ersparen. Darauf ist er stolz, deshalb sprach er mit mir über seine Techniken. Leser meines Artikels waren empört: Warum können Reiche Steuern vermeiden, die ich zahlen muss?

Selbstverständlich. Nun könnte man denken, dass dieser Steuerberater angesichts des Echos unzufrieden war. Aber nein, er empfahl den Artikel weiter. Denn es war ein Ausweis seiner Arbeit, auf die er sich gut verstand. Dies führt uns zurück zur Ursache dieses tiefgreifenden gesellschaftlichen Zerfalls: die katastrophale ungleiche Verteilung des Geldes. Aber in gewisser Weise ist es gut, wenn die Ultrareichen ihr Geld lediglich in Yachten stecken.

Elon Musk, der reichste Mann der Welt, hat sein überschüssiges Kapital 2024 dafür verwendet, seinen Kandidaten Donald Trump ins Weiße Haus zu bringen. Trump hat sich auch gleich revanchiert, indem er Musk das Department of Government Efficiency einrichtete. Das war eine ungeheure Machtkonzentration, die weit über alles hinausging, was frühere Superreiche wie John D. Rockefeller, Andrew Carnegie oder Cornelius Vanderbilt jemals erreicht hatten.

In der moralischen Einstellung zum Thema Reichtum hat sich etwas grundlegend verändert. Der Wettbewerb um Status ist jetzt viel sichtbarer. Zuckerberg benahm sich noch vor zehn Jahren relativ unauffällig in Bezug auf seinen Reichtum. Nun hat er eine riesige Yacht, baut seinen Komplex auf Hawaii noch gewaltiger aus.

Zuckerberg scheint sich jedenfalls auf bestimmte Szenarien vorzubereiten. Das Silicon Valley insgesamt berichtet uns gerne von seinem Optimismus, aber es gibt auch eine andere Seite der Medaille: Dort herrscht die Weltanschauung, dass nahezu jeglicher technologische Durchbruch möglich werden könnte. Das bedeutet aber auch, dass diese Leute in den schlimmsten Szenarien denken können. So existiert beides – das Optimistische und das Pessimistische – nebeneinander. Aus verständlichen Gründen sprechen die Leute aus dem Silicon Valley meistens nur über das optimistische Szenario.

Zuckerberg ist in manchen Dingen gut und in anderen ziemlich schlecht. Technisch gesehen ist er ein Genie. Er hatte als junger Mann eine Idee, die so schnell groß wurde, dass er bald mehr Nutzer hatte als die Christenheit Gläubige. Manche Menschen würden angesichts dieser Tatsache in Demut verfallen, manche wären geradezu gelähmt angesichts dieser Macht, Verantwortung und Herausforderung.

Leider ging er einen anderen Weg. Zuckerberg kam zu der Ansicht, dass seine Instinkte und sein Urteilsvermögen einwandfrei seien und die Kritik, der er unterwegs begegnete, ignoriert und überwunden werden sollte.

Einige dieser Leute empfinden eine ideologische Sympathie für Trump. In vielerlei Hinsicht haben sie ähnliche Perspektiven auf die Gesellschaft und Regierung, auch die Vorstellung, dass Macht die einzige wahre Kraft wäre. Das ist das Gesetz des Dschungels: Die Starken tun, was sie wollen, die Schwachen tun das, was sie müssen. Das ist Trumps grundlegende Sichtweise, das ist offensichtlich Musks Grundansicht.

Nehmen wir die Bilder von Trumps Inauguration im Januar 2025: Da gab es andere Milliardäre, die wohl eher aus einer gewissen Furcht erschienen sind. Ich habe die Anekdote gehört, dass einer der CEOs wohl tatsächlich bei den Aufnahmen versucht hat, ein wenig in die Knie zu gehen, damit er neben den anderen nicht so auffällt. Da kam möglicherweise eine gewisse innere Widersprüchlichkeit zum Ausdruck. Aber Ihre Frage ist absolut richtig: Warum hat ein Mensch mit so viel Geld und so viel Macht solche Angst? Ich würde es mit dem Erklimmen eines Berges vergleichen.

Genauso ist es. Du befindest dich an einer exponierten Stelle, gehst einen steilen Pfad, hängst an einer rauen Felswand, je höher du kommst, desto mehr spürst du den Wind. Also unternimmst du fast alles, um dich selbst und deine Position zu schützen. In jede Richtung.

Trump ist sehr geschickt darin, Paläste aus Träumen zu errichten. Aber mit der Realität hat das meist nichts zu tun. Das sehen wir an der Straße von Hormus, durch die eben kein Öl mehr fließt.

Es wird kein „Goldenes Zeitalter“ geben. Trump scheint das auch zu wissen. Das ist auch ein Grund, warum Trump immer bizarrer wird. Denken wir an seine unflätigen Äußerungen gegen den Iran. Das ist wirklich beunruhigend, wenn wir uns sein bisheriges Leben vor Augen rufen.

Angriff war schon immer Trumps Fluchtstrategie. Sein Vorgehen war es immer, Krisen zu eskalieren, anstatt sie zu deeskalieren. Jetzt mache ich mir in der Krise um den Iran große Sorgen, dass Trump etwas ganz Wildes versuchen könnte.

Trump hat einen Teil der Vergangenheit mit einem Teil der Zukunft verschmolzen. Er selbst lebt in den 1980er-Jahren weiter. Seine Kleidung, seine Musik, ja, sein ganzer Stil ist aus den Achtzigern. Es ist, als wenn er in diesem Film Wall Street von Oliver Stone leben würde, in dem Gier gut ist. Das ist die Vergangenheit an Trump. Die Zukunft an ihm besteht darin, dass er ein Meister der Kommunikationstechnologien der Gegenwart ist. Er hat ein tiefes Verständnis dafür, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne schrumpft und wir viel empfänglicher für visuelle Bilder sind als für die tatsächliche Bedeutung und Tiefe der Realität. Da war Trump aufmerksam und seiner Zeit voraus.

In West Virginia habe ich einmal einen Bergmann namens David Efaw kennengelernt. David ist sich der Ungleichheit in unserem Land sehr bewusst. Er hat mich einmal gefragt, ob ich einen Mann kennen würde, dessen Arbeit die von 400 oder 500 anderen Männern wert sei? Das meint er in einem moralischen Sinne, denn der typische CEO eines börsennotierten Unternehmens verdient in etwa 400-mal so viel wie ein gewöhnlicher Arbeiter. Trotzdem stimmte David für Trump, einfach, weil Trump versprach, die Kohle wieder zurückzubringen. Obwohl jeder weiß, dass das ein leeres Versprechen ist. Trump spielt mit der Verzweiflung der Menschen, das war die Quelle seiner politischen Energie.

Das wäre den USA zu wünschen. Theodore Roosevelt war eine erstaunliche Figur, er stammte definitiv aus dem Kreis derjenigen Leute, die heute eine Superyacht haben. Aber er betrachtete die Entwicklungen in seinem Land und sah, dass die Zukunft so sehr instabil sein würde. Und er fand eine geniale Bezeichnung für sein politisches Gegenprogramm: square deal. Roosevelt wollte damit sicherstellen, dass jeder seine faire Chance bekam. Das war für alle Amerikaner attraktiv, egal, ob sie politisch links oder rechts standen. Sein entfernter Cousin, Franklin D. Roosevelt, sorgte dann später für die weitere rechtliche Absicherung. Am Ende erlebten wir das wohlhabendste und innovativste Jahrhundert der Menschheitsgeschichte.

Die Geschichte legt nahe, dass dieses Muster sehr gefährlich ist. Wenn wir ins antike Rom zurückgehen, sehen wir, dass die Menschen an der Spitze und die Menschen unten nichts gemeinsam hatten. Es wurde unmöglich, eine einzige politische Gesellschaft zu bilden. Die Trends heute offenbaren uns nichts, was die Kluft zwischen Arm und Reich auf natürliche Weise schließen kann. Sie wird also voraussichtlich weiterwachsen. In den USA haben wir die roten Linien der Geschichte bereits überschritten. Es ist schon jetzt ungleicher als während des Gilded Age am Ende des 19. Jahrhunderts, als Carnegie und Rockefeller die dominierenden Figuren waren.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Alarmglocke zu läuten und zu fragen: Haben wir das richtig durchdacht? Soll unsere Welt wirklich so aussehen?

Der Fall Jeffrey Epstein demonstriert, dass der ultimative Luxus, das ultimative Gut, nicht die teuerste Yacht oder das teuerste Kunstwerk ist, sondern die Freiheit von Verantwortlichkeit. Dieses Gefühl zu erzeugen, verstand Epstein sehr gut. Einerseits löste er Probleme für die Leute in seinem Netzwerk, zugleich perpetuierte er andere, damit er wichtig blieb. Epstein war eine Art psychologischer Zauberer, der davon profitierte, was Reichtum in einem Menschen auslösen kann.

Großer Reichtum und große Macht können das Urteilsvermögen verzerren. Sie schwächen deine Fähigkeit zur Empathie, sie schwächen deine Vorstellung, dass dein Leben mit dem Leben anderer Menschen außerhalb deiner eigenen Welt verbunden ist. In den Epstein-Files scheint ein merkwürdiger Ton auf, der ausdrückt: Wir haben alle eine wunderbare Zeit, wir sind Teil eines Clubs, wir helfen einander, mächtig zu bleiben.

Da ist ein riesiger Unterschied. Die Moral der Ultrareichen hat sich geändert, an Buffett lassen sich auch gut die Veränderungen innerhalb des Stils des Silicon Valley demonstrieren: Warren Buffett besitzt keine Yacht, obwohl er sich die beste Yacht der Welt leisten könnte. Er lebt immer noch in Omaha, Nebraska. Er geht zum Mittagessen in dieselben Restaurants wie früher. An dieser Stelle wird eine Tatsache deutlich: Warren Buffett wusste schon immer, wer er ist. Er hat sich nicht bemüht, so zu tun, als wäre er etwas anderes.

Mark Zuckerberg ist eher ein Chamäleon. Mittlerweile denke ich, dass Zuckerberg mehr wie Elon Musk wird. Als Musk aufstieg, fühlte sich Zuckerberg zu ihm hingezogen wie ein kleiner Mond, der einen größeren Planeten umkreist. Trotz ihrer diversen Differenzen.

Manchmal ist das von Vorteil. Der Milliardär Larry Ellison hat seine Yacht umbenannt. Ursprünglich lautete der Name „Izanami“, benannt nach einer japanischen Göttin. An Bord bemerkte Ellison dann aber, dass „Izanami“ rückwärts gelesen „I’m a Nazi“ bedeutet. Aufschlussreich an der Geschichte ist dabei, dass sich wohl niemand getraut hat, Ellison vorher darauf hinzuweisen.

Nicht weit von meinem Wohnort habe ich bereits mehrmals eine Yacht mit dem Namen „Corruption“ gesehen. Das ist schon ziemlich postironisch.

Die Yacht ist zum neuen Statussymbol geworden – und zwar zum ultimativen Statussymbol. Selbst Leute, die sie früher nicht brauchten, wollen sie jetzt plötzlich. Für diese Leute ist es eine Demonstration ihres überschüssigen Kapitals, ein Beweis für ihren Wunsch, den Reichtum zu zeigen.

Das ist tatsächlich gar nicht so einfach. Ich habe die Monaco Yacht Show besucht, die Leiterin hat mir erklärt, welche Kämpfe sie mit den Besitzern der Yachten austragen muss. Alle wollen den besten Liegeplatz haben, das sind diejenigen, an denen man die Yacht von der Seite in ihrer ganzen Pracht sehen kann. Nicht diejenigen, wo die Yachten eng an eng wie in einer Zigarettenschachtel nebeneinander liegen.

Überraschend war für mich, dass vielen Menschen innerhalb dieser Welt der Superyachten durchaus bewusst ist, dass die Öffentlichkeit ihr Verhalten befremdlich findet. Aber sie können sich selbst nicht davon abhalten, es trotzdem zu tun.

So ist es. Auch wenn diese Erkenntnis für manche Leute ernüchternd sein mag.

Am Ende hat auch der reichste Mensch nicht die Macht, über seine eigene Biologie zu triumphieren. Wir bestehen alle aus Fleisch und Blut, zumindest im Moment leben wir alle ungefähr gleich lang. Das ist die größte Furcht der Ultrareichen. Darum konzentrieren sich manche von ihnen so sehr darauf, ewig leben zu wollen. Denn das ist das absolute Luxusgut.

Hier kannst Du das Gespräch nochmal nachlesen „Warum hat ein Mensch mit so viel Geld solche Angst?





Siehe dazu Aufruf Nr. 5. Verbreitet den richtig gestellten Artikel 1 der Menschenrechte!


Ähnliche Beiträge