Polumkehr. Was geschah, als die Magnetpole das letzte Mal umkehrten?

Vor 42.000 Jahren kollabierte das Erdmagnetfeld auf 6 % seiner normalen Stärke. Die Neandertaler verschwanden. Die Megafauna starb aus. Und die ersten Menschen begannen, Kunst zu schaffen. Ein 42.000 Jahre alter Kauri-Baum aus Neuseeland hat dieses Ereignis gespeichert — und seine Daten verändern alles, was wir über unsere Geschichte zu wissen glaubten.

Kauri-Baumstamm aus Ngāwhā, Neuseeland. Der Baum, bis zu 1.700 Jahre alt, wuchs vor etwa 42.000 Jahren bevor in einem Sumpf versank und konserviert wurde.

Das Magnetfeld unterliegt wiederkehrenden Schwankungen, die sich gelegentlich bis zur kompletten Umpolung steigern. Die letzte Polumkehr dauerte etwa 1.250 Jahre und erzeugte vermutlich Polarlichter bis zum Äquator. Seit etwa 2.000 Jahren befindet sich das Erdmagnetfeld wieder in einer Schwächephase. Nachzuslesen in EPOCH TIMES vom 18.02.2021. Also recht neue Erkenntnisse.

Polarlichter


Ist Norden bald Süden?


Viel genauere Erkenntnisse liegen jetzt – im Jahr 2026 – vor. Zuerst die Erklärung einiger Begriffe, die in dem folgenden Video vorkommen:

Paleomagnetismus: fossiler Magnetismus.  Methode zur Erforschung des Erdmagnetfeldes.

Laschamp-Ereignis: Eine kurzzeitige Umkehrung des Erdmagnetfeldes, die vor etwa 41.000 (±2000) Jahren stattfand. Auf 6 Kontinenten gleichzeitig vor 41.000 Jahren. Kollaps der Magnetfelder vor ca. 41.000 Jahren.

Das Erdmagnetfeld ist unser wichtigster Schutzschild gegen die harte kosmische Strahlung. Aber seine Intensität schwankt im Laufe der Zeit – und Schwächephasen können zu einer kompletten Polumkehr führen. Die letzte anhaltende Umpolung liegt zwar schon rund 780.000 Jahre zurück, seither ist es jedoch mehrfach zu kürzeren Polsprüngen, den sogenannten Exkursionen gekommen. Dabei springt das Magnetfeld nach wenigen hundert Jahren wieder in seine alte Polung zurück.

Ein Baum als Zeitzeuge

Doch was bedeutet eine solche Umpolung für die irdische Lebenswelt? Und wie schwerwiegend sind die Magnetfeldturbulenzen, die einer Polumkehr vorausgehen? Bislang sind diese Fragen weitgehend ungeklärt. Umso spannender sind nun die Einblicke, die ein Forscherteam über den Ablauf und die Folgen der letzten Pol-Exkursion vor rund 42.000 Jahren gewonnen hat. Bei diesem Laschamp-Ereignis sank die Feldstärke des Magnetfelds auf 28 Prozent ab und Nord- und Südpol tauschten rund 800 Jahre lange ihre Plätze.

magnetischer Nordpol, geografischer Nordpol / magnetischer Südpol, geografischer Südpol

Unser Schutzschirm war komplett weg

Zum ersten Mal können wir den Zeitpunkt und die Auswirkungen der letzten Umpolung des Erdmagnetfels präzise bestimmen“, sagt Koautor Chris Turney von der University of New South Wales in Sydney. Demnach ereignete sich diese Umpolung vor 41.500 Jahren. Aber schon ab der Zeit vor rund 42.350 Jahren zeigt sich eine starke Zunahme der C14-Werte in der Erdatmosphäre.

Das aber bedeutet: In dieser Zeit muss die Intensität des Erdmagnetfelds auf extrem niedrige Werte abgesunken sein. „Während dieses Adams-Ereignisses fiel die Feldstärke des Erdmagnetfelds auf nur noch null bis sechs Prozent“, berichtet Turney. „Im Prinzip hatten wir zu dieser Zeit gar kein Magnetfeld mehr – unser Schutzschirm gegen die kosmische Strahlung war komplett weg. (Kauri-Baum vergleichbar mit dem Rosetta-Stein* von 1822 hinsichtlich von neuen Erkenntnissen) * der Rosetta-Stein mit ägyptischen Hyroglyphen wurde vom Franzosen Jean-François Champollion im Jahr 1822 entziffert, was zu neuen Erkenntnissen über die Zeit der Pharaonen führte.

Dies ist nachzulesen „Als das Magnetfeld kippte“ in scineexx


Jetzt zum ausführlichen Video „Was geschah, als die Magnetpole das letzte Mal umkehrten?„.

Darin enthalten in Stichworten:

Chauvet-Höhle in Frankreich (am 18.12.1994 entdeckt) Das Leben vor 36.000 Jahren in Frankreich.

Vogelherdhöhle in Baden-Württemberg, berühmt für 40.000 Jahre alte Eiszeitkunst (Vogelherd-Figuren) und frei zugänglich. Entdeckt 2016.

SAA-Zone: South Atlantic Anomaly, deutsch: Südatlantische Anomalie ist ein Gebiet im Erdmagnetfeld über dem Südatlantik, in dem die Strahlungsintensität besonders hoch ist. (Die Erde hat dort ein schwächeres Magnetfeld) Hier dringt der innere Van-Allen-Strahlungsgürtel bis auf ca. 200 km an die Erdoberfläche heran, was zu erhöhter Strahlung für Satelliten und die ISS führt. Satelliten (z. B. Hubble, ISS) müssen beim Durchflug oft empfindliche Instrumente abschalten, um Schäden zu vermeiden.

Der magnetische Nordpol driftet: Ab 51:00. Der magnetische Nordpol stand noch nie still. In den letzten hundert Jahren hat er sich immer weiter gen Norden verschoben, angetrieben vom flüssigen äußeren Erdkern, der in etwa 2.900 Kilometern Tiefe beginnt. In den letzten Jahren fiel Forschern jedoch etwas Ungewöhnliches auf: Das langsame Dahinschleichen des magnetischen Nordpols hat sich zu einem regelrechten Galopp entwickelt. Zuletzt mit 55km/Jahr in Richtung Sibirien. Im Vergleich zu seinem früheren Tempo rast er nun geradezu über die Nordhalbkugel – und so recht kann niemand erklären, weshalb.

Gothenburg-Ereignis: Der Göteborg Magnetic Flip stellt den kürzesten Ausflug und den derzeit schnellsten Polarwechsel dar. Es ist auch bisher das am besten datende paläomagnetische Ereignis. (vor ca. 12- 13.000 Jahren) Ein kollabiertes Magnetfeld innerhalb 3 Jahren.

Was wären die Folgen, wenn das Erdmagnetfeld aufgrund einer Polumkehr zusammenbricht?: Blackouts von Stromnetzen, Ausfall von Satelliten, kein GPS, durch die intensive UV-Strahlung führt das zu Hautkrebs und Mutationen im Erbgut. Tiere und Vögel, die sich am Magnetfeld der Erde orientieren, wären stark beeinträchtigt.

Dann wird auch von Göbekli Tepe berichtet, einem Ort in der Südost-Türkei, bei Gaziantep (an der Grenze zu Syrien). Göbekli Tepe wurde 1994 vom deutschen Archäologe Klaus Schmidt entdeckt und die dort entdeckten Formationen gelten als die ältesten Großbauten der Menschheit mit einem Alter von 11- 12.000 Jahren. (7.000 Jahre älter, als die Pyramiden in Ägypten)

Göbeklitepe, Ruinen, PC-Simulation


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