Die kleine Meerjungfrau am Thalia-Theater in Hamburg mit Dragqueen. 25.03.2026
„Alles, was ich will, ist: meinen Schwanz loswerden“, seufzt die Drag-Meerjungfrau. Sie will nach oben und bei ihrem Menschenprinzen sein.
Das Staatstheater der Hansestadt Hamburg liegt unweit der Shoppingmeile Mönckebergstraße, wo tagsüber gerne mal Vorstadt-Beyoncés und Teilzeit-Bushidos flanieren. 50 Meter weiter also Hochkultur. Theoretisch.

Standing Ovations für ein Kindermärchen, das am Hamburger Thalia Theater zur Dragqueen-Revue umfunktioniert wurde, Ein Kindermärchen als Drag-Queen-Revue. Die kleine Meerjungfrau im Thalia-Theather
Revue unterm Regenbogen
Das Stück ist eine Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich. Die Inszenierung von Bastian Kraft soll eine quietschbunte Revue mit nachdenklichen Tönen sein, „A fluid fairy fantasy“, steht auf dem Programmheft. Die Intendantin Sonja Anders hatte jüngst noch betont, man wolle in einem linken Haus auch rechte Stimmen zulassen. Heute herrscht hier wieder der Regenbogen.
Märchen ohne Happy End
Während sich das Stück an das eher trübsinnige Märchen des (bisexuellen) Dänen Hans Christian Andersen anlehnt, startet Team Thalia mit einem Jungen, der von einer Meerjungfrauen-Barbie träumt. Ein anderer sehnt sich nach einer Federboa. Eine Migrantin erzählt von Ausgrenzung. All das, während sich die Schauspieler als Dragqueens schminken.
Die ursprüngliche Handlung: Die jüngste Tochter des Meerkönigs rettet einen Prinzen bei einem Schiffbruch und verliebt sich in ihn. Weil sie bei ihm sein will, tauscht sie bei der Meerhexe ihre Stimme gegen Beine und Schmerzen. Falls der Prinz eine andere heiratet, wird sie zu Meeresschaum. Und wirklich: Der Angebetete heiratet eine Menschin, da er die Meerjungfrau nicht erkennt. Doch statt ihn zu töten, um sich zu retten, opfert sich die Meerjungfrau aus Liebe.
Die Handlung hier: Die bunte, schillernde Welt der Fische gegen die böse und öde der Menschen. Gecheckt? Mit 15 Jahren dürfen kleine Meereswesen endlich nach oben an die Wasseroberfläche und an Land. Und dort lauert die Gefahr, sich in einen Hetero-Prinzen mit Beinen zu verlieben.
Hier findest Du den Original-Artikel von NIUS „Die kleine Meerjungfrau am Thalia-Theater„
Siehe auch „Die CSU auf Abwegen. Für 158€ Queeren-Nothilfe für Uganda wurden Kinder in Puchheim mit Dragqueen konfrontiert„

DRAGQUEEN-„LESUNG“ IM KINDERGARTEN: Was wäre, wenn sich ein Indianer mit Federschmuck in den Kindergarten begeben würde, um Geschichten von Old Shatterhand und Winnetou vorzulesen? Wäre das auch eine „Lesung“ oder ein Fall für Faesers Sturmtruppen?

Die Schulen sind ein Kindermissbrauchswerk des Staates. Ulrich H. Rose vom 05.02.2023
Ergänzung dazu am 23.04.2026:
Katholische Kirche immer irrer: Gottes Plan ist queer.
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat im Februar 2024 mit Weihbischof Ludger Schepers (Bistum Essen) erstmals einen offiziellen Beauftragten für queere Pastoral benannt.
Jetzt ergänze ich das um den Beitrag von Ken Jebsen vom 19.04.2026:
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat einen Queerbeauftragten – und seit der Osterwoche (vom 05. – 11.04.2026) weiß das nun auch ganz Deutschland. Denn am Dienstag – dem 07.04.2026 – nach dem Fest forderte der nichts weniger als einen Kurswechsel der Kirche. Beziehungsweise er verkündete ihn gleich selbst. Gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur KNA erklärte Ludger Schepers: „Die Vielfalt menschlicher Identitäten, ob homo-, trans- oder intergeschlechtlich“, sei „kein modernes Konstrukt“, sondern vielmehr „Teil des Schöpfungsplans“. Hingegen warnte er vor dem „Irrweg“ einer Rückkehr zu alten Geschlechterbildern, die er als patriarchale Strukturen definierte. Die Kirche müsse Stellung beziehen, sich ändern, mehr für Gleichberechtigung tun, denn, so der Weihbischof, das Bisherige sei nicht genug.
In seinem Heimatbistum Essen sind solche „progressiven“ Vorstöße nicht unbekannt. Schließlich übt hier Franz-Josef Overbeck sein Hirtenamt aus – der berüchtigt für seine „reformerischen“ Positionen ist. Auch Oberhausen-Osterfeld, wo Schepers 1953 geboren wurde, gehört zum Ruhrbistum, das Strukturwandel, Mitgliederschwund und Finanzierungsnot bedrohen. Auch das Studium in Freiburg und Münster passt in den Vorzeigelebenslauf des progressiv-katholischen Klerus. 2008 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof.
Ähnlich wie andere Vertreter der „neuen Kirche“ hat Schepers seinen Dienst in den westdeutschen, nur noch strukturkatholischen Gebieten wie Oberhausen, Duisburg und Essen versehen; ein längerer Aufenthalt in Rom oder anderen Teilen der Welt gehört nicht zu seiner Vita. Das hielt die DBK nicht davon ab, ihn in die Kommission Weltkirche und die Unterkommission für Missionsfragen zu berufen, deren Vorsitzender er ist.
In dieser Position brillierte Schepers bereits 2023, als er gegen das Anti-Homosexuellen-Gesetz in Uganda protestierte: „Als Kirche, die leider selbst auf eine lange queerfeindliche Tradition zurückblickt und (diese nur) mühsam überwindet, dürfen wir angesichts solcher Maßnahmen nicht schweigen“, so Schepers. Im selben Jahr fiel die Zahl der Kirchenmitglieder in Essen unter 700.000 bei 2,5 Millionen Einwohner. 14.000 Austritten standen nur 4.500 Taufen gegenüber.
Seit 2023 ist Schepers offiziell für die LGBTIQ+-Pastoral zuständig. Dabei lässt er auch an katholischen Brüdern kein gutes Haar. Als 2025 Weihbischof Athanasius Schneider mit drei Bischofsbrüdern ein „Gebet der Wiedergutmachung“ als Reaktion auf die erste offizielle LGBT-Pilgerfahrt nach Rom abhielt, geißelte Schepers das als „skandalöses Zeichen kirchlicher Engstirnigkeit“. Wer so handele, verrate das Evangelium*.
* der Kern des christlichen Glaubens, wo LGBT+ nicht ein einziges Mal vorkommt. Somit hat Schepers das Evangelium verraten! LGBTIQ+ ist ein Akronym für lesbisch, schwul, bisexuell, trans, intergeschlechtlich und queer.
Dabei bleibt sein Eifer nicht ohne Widerwort. Aus Uganda antwortete kurz nach der Essener Meldung Erzbischof Paul Ssemogerere. Homosexualität sei ein „Übel“ und werde von der Kirche weiter als „sündhaft“ betrachtet, so der Oberhirte von Kampala. Afrika ist eben nicht Oberhausen.
