Aktuelle Entwicklung in den arabischen Staaten. Vom 20.02.2011.
Wichtig: Dies wurde so von mir am 20.02.2011 geschrieben ohne eine spätere Änderung. Nachträge werden immer von mir mit Datum gekennzeichnet.
Dies betrifft den „Arabischen Frühling“, der beginnend mit der Revolution in Tunesien, im Dezember 2010 begann. In den arabischen Staaten geht zunehmend der „Glaube“ verloren und der Absolutismus wird bekämpft – nur abgeschafft wird er nicht. Nur der Absolutismus wird sich neue Betätigungsfelder suchen und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erschließen für neue Machtspiele.

Der arabische Frühling hat noch gar nicht begonnen. Das wahre Gefängnis ist nicht die Diktatur. Die Diktatur ist nur die erste Mauer, aber dahinter befindet sich das echte Gefängnis, sozusagen der Hochsicherheitstrakt, das sind die Kultur und die Frage des Islam. (…) Es wird interessant, wenn in Libyen oder Tunesien oder Ägypten gewählt wird. Wenn die Islamisten gewinnen, werden sie wieder eine Diktatur errichten, sei es eine sanfte Diktatur wie in der Türkei, sei es eine Diktatur wie in Iran. Gespräch mit der NZZ in Zürich am 29.09.2011. Boualem Sansal, algerisch-französischer Schriftsteller.Boualem Sansal, * in Theniet El Had, Algerien mit unterschiedlichen Geburtsdaten, wie 19.09.1949, oder 1948, oder 15.10.1944
Meine Beurteilung dieser aktuellen Entwicklung in Tunesien, Ägypten, Algerien, Libyen u.s.w.:
Es werden wohl die Feudalherrscher weichen müssen, nur der Glaube wird nicht auszurotten sein.
Wahrscheinlich werden islamische Glaubensrichtungen die Macht zu übernehmen versuchen.
Wenn dies der Fall ist wird sich ein neuer Absolutismus ausbilden mit evtl. schlimmeren Machtstrukturen, als vorher.
Wenn sich demokratische Verhältnisse umsetzen werden, dann werden sich die Wünsche an das Materielle (und der Glaube daran) und die Selbstverwirklichungswünsche bei den Menschen ausbilden und vorherrschend werden.
Da sich aber niemand selbst verwirklichen kann – wenn er nicht bei sich ist – aus diesem Grunde wird die Selbstverwirklichung der Menschen dort und auch bei uns scheitern. -> siehe in diesem Zusammenhang auch „Wie kommst Du zu Dir selbst?„
Dies klingt sehr absolut – und das soll es auch – damit uns (den in demokratischen Systemen aufgewachsenen Menschen) klar wird, dass auch wir nicht frei sind. Da „nicht frei sein“ in etwa gleichzusetzen ist mit „sich nicht verwirklichen können“ ist schlusszufolgern und vermutend zu unterstellen, dass auch wir in unserem demokratischen System Dinge zulassen, die uns unfrei machen.
Nachtrag am 29.05.2019: Das sind zu viel Freiheiten. „In unserem demokratischen System haben die Menschen zu viele Freiheiten. Dieses System erzeugt erhebliche Abhängigkeiten, Unfreiheiten und Monster. Ende Nachtrag
Ein Beispiel:
Wir lassen eindeutig Feudalherrschaften der Banken zu. Wir lassen zu, dass diese Feudalherrscher noch nicht mal Geld zu haben brauchen, um ihr Geld zu vermehren – durch Wetten auf Entwicklungen, die mit Geld zu tun haben.

Wer mit Geld Geld verdient, der stiehlt Geld. Geld mit Geld verdienen ist politisch legitimierter Bankraub. Das Prinzip dahinter ist politisch legitimierte Ausbeutung. Sollte es nicht so sein, dass die Politiker verstehen, was da passiert (und so sieht es eher aus), dann sollte man den Politikern erklären, was es für schlimme Auswirkungen auf ca. 90% der Menschen hat, wenn mit Geld Geld verdient wird. Ulrich H. Rose vom 24.02.2013
Irgendwann, ganz hinten – in dieser Kette des Geldes – kommt dann der arbeitende Mensch, der den Wert des Geldes mit seiner Hände Arbeit oder mit seinem Gehirn darstellt – darstellen sollte.
Wer ist hier frei in dieser Entwicklung – in diesen Verkettungen der Abhängigkeiten von feudalherrschenden Bankiers in Verbindung mit den machtgeilen Politikern und den Geldmächtigen?
Aus dieser Betrachtungsweise heraus kommt man auf eine Zahl von ca. 5% von Menschen, die einigermaßen finanziell frei sind (sich „verwirklichen können) und sich deshalb nur gering abhängig fühlen.
Nur – betrachtet man diese 5% der Menschen genauer hinsichtlich der Voraussetzungen der „Intelligenz“, dann bleibt fast nichts mehr übrig an intelligenten Menschen = freien Menschen, denn diese scheinbar freien Menschen in ihren Elfenbeintürmen müssen fürchten, dass ihnen die restlichen 95% ihre Macht streitig machen werden – so ähnlich, wie es derzeit in Nordafrika geschieht.
Na, ist der Groschen gefallen?
Wir haben wohl Gesetze, welche die 95% davor bewahren, dass auf die 5% geschossen wird. Das ist gut so, nur die Ausbeutung der Masse geht weiter – wie lange noch? Siehe dazu „Das Grundgesetz schafft sich ab“ vom 23.05.2019
Ulrich H. Rose vom 20.02.2011
Kopie aus der Abhandlung „Vergebung“ vom 03.09.2014: Warum stürzten die meisten Maghreb-Staaten von einer Misere in die nächste? Maghreb-Union (Union du Maghreb Arabe, UMA) gegründet am 17. Februar 1989 mit dem Ziel der wirtschaftlichen Kooperation sowie der außen-, innen- und kulturpolitischen Zusammenarbeit = Algerien, Tunesien, Libyen + Mauretanien und Ägypten
– Warum kommt man in Syrien zu keiner Lösung?
– Warum gleitet Afghanistan wieder ins Mittelalter zurück?
– Warum gibt es die Ukraine-Krise?
– Warum passieren so viele Gräueltaten in einigen afrikanischen Ländern?
Antworten:
– Weil es immer einige Menschen gibt = Soziopathen, die den Rest der friedliebenden Menschen ins Unglück stürzen.
– Der große Rest will nicht, muss aber. Deshalb die vielen erbärmlichen* Feiglinge.
* warum diese Wortwahl „erbärmlich“? -> man muss Erbarmen haben mit diesen Menschen, denn viele dieser Menschen kämpfen ums nackte Überleben.
Was ist eine der Ursachen dafür, wahrscheinlich eine der Hauptursachen heutzutage, dass es immer wieder zu extremen Unterschieden zwischen den Menschen und letztendlich zu Unfrieden, zu Armut und zu Konflikten unter den Menschen kommt?
Wer mit Geld Geld verdient, der stiehl Geld!
Siehe dazu „Geld und Macht aus dem NICHTS schöpfen“
Demzufolge ist die Schlussfolgerung erlaubt und auch richtig, dass wir mit unserem Demokratiesystem, was über die Jahrzehnte zu extremen Ungleichheiten zwischen arm und reich geführt hat – in unserer freien Welt??? – auch für die Konflikte in den ärmeren Länder mit verantwortlich sind durch immer mehr und mehr und mehr; und der Ausbeutung von Ressourcen in Ländern weit ab von uns. Denke dabei an der LINK von oben zum Thema „Freie Menschen gibt es nicht“ Ulrich H. Rose am 29.05.2019

In unserem demokratischen System haben die Menschen zu viele Freiheiten. Unser „freies System“ erzeugt erhebliche Abhängigkeiten, Unfreiheiten und Monster – bei uns und überall auf der Welt. Spruch von Ulrich H. Rose vom 29.05.2019
