Über die STOA – die Stoiker – der Stoizismus
Warum schreibe ich über die Stoker? Weil mir diese Philosophie am Vertrautesten ist und meinen Gedanken am nächsten kommt. Siehe dazu die LINKS. Die stoische Philosophie kommt dem Streben nach Weisheit am nächsten, während die neuzeitlichen Philosophen dieses Streben nach der Weisheit gänzlich aus den Augen verloren haben. Dazu ein Satz von mir vom 25.08.2018: „99 von 100 Philosophen können nicht denKen„
Vorweg: In dieser Abhandlung gibt es einige bis viele LINKS in rot. Wenn Du in diese eintauchst, dann kannst Du Dich dort verlieren und nicht mehr hierher zurückfinden, weil es dort weitere LINKS gibt. Dies alles mit den LINKS ist in meinem Kopf vorhanden und es wäre zum besseren Verständnis wichtig, diese LINKS zu lesen. Zwei Tipps dazu: 1. Überlese erst mal die LINKS und schaue sie später an. 2. Lege einen Zettel vor Dich hin und schreibe Dir wichtige Eckpunkte auf, um wieder hierher zurückzufinden.

Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluss entzieht. Epiktet, Stoiker
Das ist mein Leitspruch der letzten Jahre
Als Begründer der STOA gilt Zenon von Kition, ein hellenistischer Philosoph * 334 v. Chr. in Kition auf Zypern , † 262/261 v. Chr. in Athen. Kition gab seine Gedanken an seine Schüler in einer Säulenhalle (Stoa) auf dem Marktplatz in Athen weiter. Seine stoische Lehre oder stoische Philosophie wurde in über ca. 500 Jahren von vielen bedeutenden Stoikern praktiziert, wie Seneca, Epiktet und Kaiser Marc Aurel.
Gedanken von Zenon von Kition:
Das Ziel des Lebens ist ein Leben im Einklang mit der Natur.
Siehe dazu „Was ist der Sinn des Lebens?„
Lieber mit den Füßen stolpern als mit der Zunge.
Wenn ich schweige, erfahre ich die Unzulänglichkeiten der anderen und verberge meine eigene.
Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollen.
Die STOA wird unterteilt in die ältere Stoa, die mittlere Stoa und die jüngere Stoa.
Die ältere Stoa beginnt mit Kition. Die mittlere Stoa, beginnend ab ca. 130 v. Chr. Sie beschreibt die Übergangszeit, in der der griechische Stoizismus Rom erreichte. Die jüngere Stoa beginnt mit Christi Geburt und endet ca. 200 n. Chr. Aus dieser Zeit gibt es viele schriftliche Überlieferungen der Stoiker, wie Seneca (geboren im Jahre 1 in Cordoba, Spanien, † 65 n. Chr. in der Nähe Roms), oder Epiktet (* um 50 in Hierapolis, jetzt Pamukkale/Denizli, Türkei, † 135 n. Chr. in Nikopolis, Griechenland) und Kaiser Marc Aurel (* 26. April 121 in Rom, † 17. März 180 in Vindobona bei Wien oder eventuell Sirmium)
Für mich gilt von den 3 Genannten Epiktet als der Wichtigste, was sich mir durch seine weisen Gedanken erschließt:

Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluss entzieht. Epiktet
Die Wahrheit siegt in und durch sich selbst; die Meinung nur in anderen.
Es ist ebenso schwierig für die Reichen, Weisheit zu erlangen, wie für die Weisen, Reichtum zu erlangen.
Siehe dazu „Der blinde Fleck beim Denken„, eine Erkenntnis, die ich am 09.08.2020 hatte – und die „Definition von Weisheit„
Freiheit sicherst Du Dir nicht, indem Du Dir Herzenswünsche erfüllst, sondern indem Du auf Deine Wünsche verzichtest.
Nichts ist kleinlicher als Gewinnsucht und Vergnügungssucht und Großsprecherei; nichts aber steht höher als Großsinn und Sanftmut, als Menschenliebe und Wohltätigkeit.
Niemand ist frei, der sich nicht beherrscht.
Wer ermahnen will, muss vor allem auf das Ehrgefühl und den Ruf des zu Ermahnenden achten. Denn wer die Scham verlernt hat, dem ist durch Ermahnung nicht beizukommen.
Wer niemanden liebt, mache sich darauf gefaßt, von niemandem geliebt zu werden!
Was ist Liebe? – was ist „Die wahre Liebe?„
Von Seneca habe ich die meisten Gedanken – ca. 40 – archiviert. Die herausragenden Gedanken von Seneca sind:
Einige Heilmittel sind gefährlicher als das Übel. (Denke dabei an die Corona-Impfung!)
Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.
Wer aufgrund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel misst.
Wenn Philosophie mit Arroganz und Starrsinn ausgeübt wird, scheitern viele. Nutze Philosophie, um deine eigenen Fehler zu schleifen.
Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.

Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand. Seneca
Und zum Abschluss noch einige Gedanken vom römischen Kaiser Marc Aurel:

Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. Marc Aurel
Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Du hast Macht über deinen Geist – nicht über äußere Ereignisse. Erkenne dies, und du wirst Stärke finden.
Es steht dir frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen. Gönne dir das recht oft, dieses Zurücktreten ins Innere und verjünge so dich selbst.
Nichts bringt uns mehr vom Weg zum Glück ab, als dass wir uns nach dem Gerede der Leute richten, statt nach unseren Überzeugungen.
Wenn du besonders ärgerlich und wütend bist, erinnere dich, dass das Leben nur einen Augenblick währt.
Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.
Siehe dazu „Mein DenKen wird besonders geschrieben„
Wenn man etwas Gutes erreicht, auch wenn es mit Mühe verbunden ist, vergeht die Mühe, aber das Gute bleibt.
Musonius Rufus (* vor 30 n. Chr. in Volsinii in Etrurien; † 101/102 n. Chr.) war ein römischer Philosoph. Er zählt zu den Vertretern der späten Stoa.

Von guten Menschen wirst du Gutes lernen, aber wenn du dich unter schlechte begibst, wird deine Seele Schaden nehmen. Musonius Rufus

Ich lebe in der Unendlichkeit – im immerwährenden Augenblick. Ulrich H. Rose vom 24.05.2023
Siehe dazu „Das Zeitphänomen gelöst„

Die Zeit existiert nur im Augenblick. Ulrich H. Rose vom 24.10.2014

Der reine Augenblick entsteht durch die Abwesenheit von Zeit. Scheich Hamidou Kane, Senegal

Stoizismus, der Leuchturm in der Philosophie

Der Stoizismus ist ein Leuchtfeuer der Philosophie. Der Stoizismus eine ein Leuchtturm ín der Philosophie. Zuerst als Text, dann als Video.
1. Lerne zu unterscheiden, was du kontrollieren kannst. Epiktet: Erwarte nicht, dass die Dinge so laufen, wie du es dir wünschst, sondern wünsche, dass alles so kommt, wie es dann tatsächlich passiert – und dein Leben wird mühelos verlaufen.
2. Tugend als Leitfaden, der Eckpfeiler eines erfüllten Lebens.
3. Selbstdisziplin. Epiktet: Niemand ist frei, der sich nicht beherrscht.
4. Langfristige Denkweise. Die vergängliche Natur des Daseins betrachten.
5. Empathie praktizieren. (Einfühlungsvermögen)
6. Wähle Deine Reaktionen. Viktor Frankl: „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.
7. Einfachheit umarmen – als Mittel zum inneren Frieden.
8. Der Wert der Reflexion (Selbstbetrachtung)
9. Bereitschaft zur Veränderung. Epiktet: Es kommt nicht darauf an, was dir passiert, sondern wie du darauf reagierst.
10. Die Bedeutung des gegenwärtigen Moments, der das Glück fördert.
11. Dankbarkeit als Säule. Erhöhung der Selbstzufriedenheit.
12. Verletzlichkeit annehmen. Dadurch größeren inneren Frieden finden.
13. Die Gemeinschaft ist wichtig. Stärkt die Widerstandsfähigkeit.
14. Maßhalten. Balance im Leben halten. Der Schlüssel zur geistigen und körperlichen Fitness.
15. Gelassenheit in schwierigen Zeiten = Resilienz (Adversität = Widrigkeiten stark begegnen)
16. Einfachheit als Eleganz – Klarheit Epiktet: Versuchen Sie nicht, die Dinge gemäß Ihren Wünschen zu verwirklichen, sondern wünschen Sie sie so, wie sie sind.
17. Stärke in der Adversität (lat. Widerwärtigkeit, Missgeschick) – Gelegenheit sich selbst stärken. Seneca: Beschwere dich nicht über dein Leben, wenn Du es verbessern kannst, dann tue es, wenn nicht, dann akzeptiere Dein Schicksal. Zu lernen Schwierigkeiten mit Entschlossenheit und Mut anzugeben, kann zu bedeutendem persönlichen Wachstum führen.
18. Die Weisheit des aktiven Zuhörens. Die Möglichkeit des Lernens und andere zu verstehen. Epiktet: Wir haben zwei Ohren und einen Mund, damit wir doppelt so viel zuhören wie sprechen können. (auch Zenon von Kiton)
19. Authentizität – Ehrlichkeit. Verbunden mit persönlicher Zufriedenheit.
20. Meisterschaft über Emotionen. Marcus Aurelius: Lass deine Emotionen nicht über Dich herrschen, ändere Deine Gedanken und Du wirst Deine Emotionen ändern.
21. Aufgeschobene Befriedigung, = Mittel zur Selbstverwirklichung. Selbstdisziplin, Geduld und Selbstkontrolle praktizieren
22. Die Kultivierung der Resilienz. Marcus Aurelius: Die beste Rache ist, anders zu sein als der, der die Verletzung verursacht hat. Die beste Rache ist, nicht wie dein Feind zu sein.
23. Kontinuierliche Selbstbewertung für persönliches Wachstum. Selbstreflexion.
24. Selbstmitgefühl. Seneca: Es gibt niemanden unglücklicheren, als denjenigen, der niemals mit Widrigkeiten konfrontiert wird.
25. Kontinuierliche Bildung, ein lebenslanges Lernen. Ein grundlegendes Prinzip der Stoiker. 16:00
26. Empathie gegenüber anderen. Einfühlen in andere. Beziehungen stärken
27. Mentale Disziplin. Epiktet: Du bist ein Sklave von dem, was Du nicht kontrollierst.
28. Adversität (Missgeschick) als Lehre für Wachstum und Lernen. Durch Schwierigkeiten können wir lernen und ein besseres Verständnis von uns selbst gewinnen.
29. Das Üben bewusster Entscheidungsfindung. Epiktet: Sage zuerst zu dir selbst, was Du sein möchtest, und dann tue, was Du tun musst.
30. Die Beständigkeit in der Tugend führt zur größeren Zufriedenheit.
31. Effektive Kommunikation. Stärkt Beziehungen. Epiktet: Sprich und sage, was schöner ist, als schweigen. Das Üben achtsamer und rücksichtsvoller Kommunikation kann unsere Verbindung zu anderen verbessern und zu effektiverer Kommunikation beitragen.
32. Losgelöstheit von Ergebnissen, die wir nicht kontrollieren können, um Angst und Leiden zu reduzieren. Marcus Aurelius: Erwarte nicht, dass die Früchte mehr sind, als die Arbeit.
33. Körperliche Selbstkontrolle. Epiktet: Der Körper ist das Gefängnis der Seele. Das Üben körperlicher Selbstdisziplin, wie Bewegung und eine ausgewogene Ernährung ermöglicht es uns, auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu achten, und wirkt sich positiv auf unseren Geist und unsere Emotionen aus.
34. Integrität (Unbestechlichkeit) in Handlungen. Epiktet: Das Leben eines Menschen wird von der Farbe seiner Vorstellung gefärbt. Das üben von Integrität in unseren Handlungen hilft und im Einklang mit unseren Prinzipien zu leben und ein positives Selbstbild aufrecht zu erhalten.
35. Achtsamkeit in der täglichen Routine. Schönheit und Bedeutung in den kleinen Dingen des Lebens zu finden.
36. Zeitmanagement. Wie Organisation und Planung die Effizienz steigern und Stress reduzieren können. Marcus Aurelius: Das Leben wird vergeudet durch vergessen.
37. Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber anderen. Seneca: Das Leben ist wie eine Theaterstück. Es geht nicht darum, wie lange es dauert, sondern wie gut es ist.
38. Demut. Arroganz vermeiden.
39. Das Verständnis der Vergänglichkeit. Mit Dankbarkeit das jetzige Leben zu leben.
40. Tugend ist der größte Reichtum. Seneca: Wahrer Reichtum ist es nicht mehr zu begehren.
41. Der Weg der Einfachheit zur inneren Ruhe. Auf das Wesentliche konzentrieren. Epiktet: Glück und Freiheit beginnen mit einem Prinzip. Einige Dinge liegen in Ihrer Kontrolle, andere nicht.
42. Die Bedeutung persönlicher Authentizität. Sich selbst treu zu bleiben, um eine größere Lebenszufriedenheit zu erreichen.
43. Toleranz gegenüber Ambiguität (Mehrdeutigkeit)
44. Sinn und Leidenschaft im Leben.
45. persönliche Verantwortung für unsere Handlungen.
46. die Kraft positiver Kommunikation. Seneca: Wenn du geliebt werden willst – liebe!
47. respektvolle Toleranz und Akzeptanz von Unterschieden für ein friedliches Zusammenleben.
48. die Kraft der Dankbarkeit. Markus Aurelius: Wenn du am Morgen aufstehst, denke daran, was für ein kostbares Privileg es ist am Leben zu sein.
49. Geduld bei der Suche nach Wissen. Seneca: Es liegt nicht daran, dass wir eine kurze Zeit zu leben haben, sondern dass wir viel davon verschwenden.
50. Anerkennung der Interdependenz. (wechselseitige Abhängigkeit). Es ist wichtig für uns unsere Verbindungen zu anderen zu erkennen. Epiktet: Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluss entzieht.
Hier das Video zu den zeitlosen Informationen: „Die 50 stoische Prinzipien, um dein Leben mit dem Leben in Einklang zu bringen„
Tipp: Lese diese 50 stoischen Prinzien wenigsten 2-3 mal im Jahr durch, um Dich geistig zu erden.
Was besagt die stoische Philosophie?
Laut der Stoa besteht die Aufgabe der Philosophie darin, die menschliche Vernunft zu erkennen und zu kultivieren, um ein tugendhaftes Leben zu führen, innere Ruhe (Ataraxie) zu erlangen und letztlich das Glück (Eudaimonia) zu erreichen.
Nach meinem DenKen ist „die menschliche Vernunft zu erkennen“ schon ein hehres (hochgestecktes) Ziel. Die Vernunft zu erreichen, das wird nur sehr wenigen Menschen gelingen.
Siehe dazu „Ist Verstand und Vernunft ausreichend bei den Menschen vorhanden?„
Vom 06.08.2025 eine Ergänzung zum Stoizismus in 10 Punkten:
Lass los und lerne, allein glücklich zu sein.
1. Die Kraft des Loslassens
Das Leiden kommt vom Widerstand – nicht vom Verlust. Das Glück liegt nicht im Ansammeln, sondern darin, den richtigen Zeitpunkt zum Loslassen zu kennen.
Groll zu hegen ist, Gift zu nehmen und zu hoffen, dass der andere stirbt. Groll schützt dich nicht, er belastet dich, er verschließt die Türen zur Leichtigkeit.
Marc Aurelius: „Du hast Macht nur über deinen Geist, nicht über die Ereignisse. Warum also erwarten, dass die Welt dir gehorcht?„
Schuld ist ein Anker. Sie Schuld hindert uns daran in die Gegenwart zu segeln.
Loslassen ist kein Schlusspunkt, es ist Komma, ein Moment der Pause, ein Atemzug, und in diesem Intervall beginnt etwas Neues – auch wenn Du noch nicht weißt was, denn der wahre Stoiker braucht nicht alle Antworten, er braucht nur die richtige Stille, den richtigen Moment, und den Mut, das loszulassen was belastet.
2. Die stoische Kunst alleine zu sein ohne sich einsam zu fühlen.
Der Unterschied der Isolation, die krank macht, und der Einsamkeit die heilt liegt darin, wie wir uns in der Stille sehen.
Marc Aurelius: „Ziehe dich in dich selbst zurück, in dir wohnt die Quelle des Guten, aber um aus dieser Quelle zu trinken, braucht man den Mut sich selbst gegenüberzutreten, und das ist nicht immer schön.„
Siehe dazu „Wie kommst Du zu Dir selbst?„
Heute bin ich für mich da.
Je wohler du dich alleine fühlst, desto gesündere Beziehungen ziehst du an. Einsamkeit wird dann nicht mehr zu einem Zustand, sondern zu einem Lebensstil.
Die wahre Verbindung, die du bei anderen suchtest, die war immer in dir, denn nur, wer sich in der Stille findet, kann sich wirklich in der Liebe verlieren.
3. Wenn du aufhörst hinterherzulaufen, beginnt der Frieden dich einzuholen.
Ungezügeltes Verlangen ist eine der Wurzeln des Leidens, und es stimmt. Je mehr du dem Frieden nachläufst, desto ferner scheint er.
Siehe dazu „Die Bewusstseinsebenen„, die Bewusstseinsebene 600 „Was man tut kommt in Wellenbewegungen zurück„
4. Lernen sich selbst zu genügen
Es ist der Friede dessen, der gelernt hat, sich selbst zu genügen. Die Selbstgenügsamkeit der Seele. Das ist emotionale Reife.
Wer sich selbst genügt, beginnt Verbindungen mit anderen Augen zu sehen.
5. Die Illusion der Gesellschaft
Warum das Zusammensein mit Jemandem kein Glück garantiert. Das Zusammensein mit Jemandem ist keine Garantie für Fülle.
Es ist der Mut den eigenen Frieden zu priorisieren, anstatt schöne, aber leere Illusionen zu nähren.
Das Glück in der Einsamkeit beginnt in diesem Moment, wenn du den Lärm der falschen Gesellschaft gegen die sanfte Melodie der eigenen Präsenz eintauscht.
Glück ist ein innerer Zustand, kein äußeres Geschenk. Der Andere kann ein Begleiter sein, aber kein Retter. Er kann Licht sein, aber kein Leuchtturm. Der Weg, der wird immer deiner sein. Es geht nicht darum ein isoliertes Leben zu führen, es geht darum ein klares Leben zu führen. Es geht darum den Mut zu haben toxische, lauwarme oder falsche Bindungen zu verlassen, auch wenn es schmerzt. Es geht darum die wahre Stille, statt leerer Worte zu wählen.
6. Die heilende Stille, die Rückkehr zur Mitte
Die Einsamkeit in einen Tempel verwandeln – für innere Reparaturen, dort, wo die Wahlfreiheit wohnt.
7. Mit Liebe loslassen – ohne Wut loslassen – ohne Schuld zu gehen.
Mit Liebe loszulassen erfordert Größe, dafür braucht es Verständnis.
Das Verweilen kann eine Selbstaufgabe sein. Und wenn du liebst, ohne dich festzuklammern, ohne zu betteln, ohne um Raum zu betteln, gibst du dem anderen und dir selbst das größtmögliche Geschenk: Freiheit.
Freiheit zu sein, Freiheit zu folgen, Freiheit zu wählen. Manchmal gilt dieses Loslassen nicht nur für Menschen, sondern auch für frühere Versionen von dir selbst, für Träume, die dich nicht mehr repräsentieren, für Routinen, die früher sinnvoll waren, dich aber jetzt auslaugen. Und all das erfordert dieselbe Geste, einen liebevollen Blick, einen tiefen Atemzug und die Entscheidung ohne Selbstbestrafung weiterzumachen. Denn wachsen ist, das aufzugeben, was dir nicht mehr passt. Das was dir gedient hat, dich aber jetzt einschränkt. Und diese Entscheidung, so schmerzhaft sie auch sein mag, bereitet dich auf etwas Größeres vor, darauf wirklich in dein eigenes Leben zu passen. Und das Schönste von allem ist zu erkennen, dass du, indem du mit Liebe loslässt dir selbst näherkommst. Du findest deine Kraft, deine Klarheit, dein Wesen wieder. Der andere hört, auf ein Spiegel zu sein und wird wieder ein Horizont.
8. Die stoische Weisheit, sich nicht an das zu klammern, was nicht von dir abhängt.
Wir versuchen Türen aufzuzwingen, die sich nicht öffnen, Menschen mitzuschleppen, die nicht gehen wollen, Menschen zu retten, die nicht einmal um Hilfe gebeten haben. Und in diesem verzweifelten Versuch, das Unkontrollierbare zu kontrollieren, entstehen Angst, Müdigkeit, chronische Frustration.
Markus Aurelius sagte: „Das Glück deines Lebens hängt von der Qualität deiner Gedanken ab und das ändert alles. Anstatt zu versuchen, die Welt draußen zu ändern, änderst du deine Gedanken und damit änderst du deine Realität innerlich.“
Das Problem ist, dass wir darauf trainiert wurden, unseren Wert an der Reaktion anderer zu messen. Wenn jemand sich entfernt, fühlen wir uns abgelehnt. Wenn wir keine Aufmerksamkeit bekommen, denken wir, wir seien nicht genug. Aber die Reaktion des anderen ist nicht deine Verantwortung. Was der andere fühlt, wählt oder wünscht, liegt nicht in deiner Kontrolle. Es ist befreiend zu verstehen, dass du freundlich sein und trotzdem nicht verstanden werden kannst. Du kannst lieben und trotzdem nicht zurückgeliebt werden. Du kannst alles richtig machen und trotzdem keine Kontrolle über das Ergebnis haben. Und das sollte dich nicht verhärten. Im Gegenteil, es sollte dich leichter machen. Denn indem du loslässt, was nicht von dir abhängt, bleibt Energie übrig, um sich um das zu kümmern, was wirklich wichtig ist. Dein inneres Gleichgewicht, deine Stille, deine Absicht, dein Weg. Die stoische Loslösung ist keine Geringschätzung der Welt, sondern eine Neuausrichtung des Fokus.
Es braucht Demut, um zu akzeptieren, dass man nicht kontrollieren kann, was der andere über einen denkt, aber du kannst deine Reaktion kontrollieren, dein Engagement, deine Würde. Du kannst wählen, einen Ort ohne Austausch ohne Drama zu verlassen.
9. Wie man glücklich ist, auch wenn die Welt dich vergisst.
Das wahre Glück entsteht nicht aus der Anerkennung anderer, sondern aus der intimen Beziehung, die du mit dir selbst aufbaust. Nach innen zu leben ist ein Akt des Widerstands in einer Welt, die süchtig nach Sichtbarkeit ist.
Das Glück, das von innen kommt, hängt nicht von Kommentaren, Likes oder Einladungen ab. Es ist eine Quelle. Und je tiefer du in sie eintauchst, desto weniger kümmerst du dich um das, was außen fehlt.
Das stoische Glück ist diskret. Es macht keinen Lärm. Es wohnt in den Details, in einem ruhig zubereiteten Kaffee, in einem in Stille gelesenen Buch, in einem Nachmittag ohne Verpflichtungen, in einem klaren Gedanken, der dich in dir bildet. Und wenn du lernst das zu schätzen, erkennst du, dass vieles, was du für wesentlich hieltst. Du lebst, um zu sein.
Es gibt auch etwas zutiefst Befreiendes daran, aufzuhören zu warten. Wenn du akzeptierst, dass vielleicht keine Nachricht, kein Kompliment, keine Einladung kommt und trotzdem weiter lächelst, lebst, wächst, wirst du unbesiegbar, denn niemand kontrolliert mehr deinen Gemütszustand, weil dein Glück nicht mehr ausgelagert ist. Und diese Art von Freude ist unerschütterlich, weil sie aus der Wahrheit kommt, aus der Stille, die zum Fundament geworden ist.
10. Freiheit ist schmerzlose Einsamkeit, die letzte Grenze des Stoikers.
Es gibt eine Art von Freiheit, die man nicht kaufen, nicht lehren und nicht von außen gewinnen kann. Es ist die Freiheit, die entsteht, wenn du lernst allein zu sein, ohne Schmerz, ohne Angst, ohne Schuld, wenn die Einsamkeit zu einem Zuhause wird.
Der Stoizismus zeigt uns, dass wahre Stärke nicht darin liegt, Streitigkeiten zu gewinnen, sondern den inneren Krieg zu beenden. Und das ist nur möglich, wenn du verstehst, dass Einsamkeit nicht die Abwesenheit von Liebe ist. Sie ist die Anwesenheit von dir selbst.
Wenn du keine Angst mehr hast, allein zu sein, kann dich niemand mehr mit Abwesenheit bedrohen. Niemand kann mehr deinen Frieden mit instabilen Präsenzen kontrollieren. Du bist frei, weil dir nichts fehlt, weil du dich bereits an dem Ort gefunden hast, an den niemand eindringen konnte: In dir.
Hier werden noch Ergänzungen und Kommentare eingefügt. Schaue immer mal wieder hier rein!

Stoizismus: Lasse los und lerne allein glücklich zu sein.
Hier das Video dazu „Lass los und lerne, allein glücklich zu sein„
Siehe auch „Dieser eine Denkfehler hält uns vom Glück ab„
